28.03.2017

Landessieg für Jungforscher aus der Region

Beim diesjährigen Landeswettbewerb Jugend forscht präsentierten 119 Jugendliche aus ganz Baden-Württemberg insgesamt 61 Forschungsprojekte. Sehr erfolgreich waren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Innovationsregion Ulm mit einem Landessieg, einem zweiten und drei dritten Plätzen.

Marc Engelhardt (20) aus Ulm, Jannik Münz (17) aus Laupheim und Lukas Bohnacker (16) aus Blaubeuren vertreten die Innovationsregion Ulm beim Bundeswettbewerb "Jugend forscht".

In der Sparte „Interdisziplinär“ belegten Marc Engelhardt (20) aus Ulm, Jannik Münz (17) aus Laupheim und Lukas Bohnacker (16) aus Blaubeuren den ersten Platz. Bei der Erstellung ihres Projektes „Echtzeitregelung eines 5-Achs-Bearbeitungszentrums“ am Schülerforschungszentrum Ulm und bei der Firma ulrich medical in Ulm wurden sie von den Betreuern Dieter Münz und Helmut Ruf unterstützt. Das Trio hatte seine Vorjahresarbeit – einen Prototypen für die 3-Achs-Bearbeitung - weiter entwickelt und vertritt nundie Innovationsregion Ulm beim 52. Bundeswettbewerb Jugend forscht, der vom 25. bis 28. Mai in Erlangen stattfinden wird. Zusätzlich erhielten die Jungforscher noch eine Einladung zur Abschlussveranstaltung der diesjährigen Nobelpreisträgertagung auf der Insel Mainau.

Laura Mayer (16) vom Schubart-Gymnasium Ulm konnte im Fachgebiet Biologie den zweiten Platz für sich verbuchen. Unterstützt durch ihre Mutter als Betreuerin hatte sie sich die Frage gestellt „Wirkt’s oder nicht? Homöopathie: Etablierung eines quantitativen Algenmodells“. Dabei zeichnete sich ab, dass das untersuchte homöopathische Mittel Chara Intermedia tatsächlich eine Wirkung erzielt.

Über einen dritten Platz für ihr Projekt „Photokatalytische Wasserreinigung mit Titandioxidfolien“ konnten sich im Fachgebiet Chemie drei Schülerinnen des Wieland-Gymnasiums Biberach freuen: Veronika Kienle (18), Hanna Brüggemann (18) und Clara Heilker (17) wurden von ihrer Lehrerin Daniela Bernlöhr unterstützt, der auf dem Landeswettbewerb eine besondere Ehre zuteil wurde: Als Gewinnerin des Betreuerpreises „Jugend forscht bietet mehr“ ist sie zu einer Hamburg-Reise eingeladen.

Der Leidenfrosteffekt hat es Auguste Medert (17) vom Robert-Bosch-Gymnasium Langenau angetan, die sich mit dem Phänomen am Schülerforschungszentrum Ulm auseinandersetzte. Das Ziel ihrer Arbeit war es, bestehende theoretische Modelle nachzuvollziehen und experimentell zu überprüfen. Unterstützt wurde sie dabei von den Betreuern Jonas Landgraf und Michael Kern. Die Jury des Landeswettbewerbs belohnte die akribische Forschungsarbeit mit dem dritten Platz im Fachgebiet Physik.

Von den anderen Wettbewerbsteilnehmern und vielen Ausstellungsbesuchern bestaunt wurde die „Rennsemmel“, die Markus Schneider (19) von der Karl-Arnold-Schule Biberach gebaut hatte. Außer dem dritten Platz im Fachgebiet Technik brachte ihm das extravagante Fahrzeug auch den „Sonderpreis für eine besondere fahrzeugtechnische Breite“ ein. Und nicht zuletzt wurde er von seinen Mitstreiterinnen und Mitstreitern mit dem „Preis der Herzen“ gekürt.

Für seine „Abendrot-Spektroskopie 2.0“ wurde Benno Hölz (17) vom Gymnasium Ochsenhausen im Fachgebiet „Geo- und Raumwissenschaften“ mit dem Sonderpreis „Innovative Messtechnik“ ausgezeichnet. Adrian Boellaard (17) aus Herbertingen und Christian Schad (16) aus Langenenslingen, die in diesem Fachgebiet mit ihrem Projekt „Aufbau einer geophysikalischen Messstation zur Untersuchung von Naturereignissen in der Atmosphäre und Lithosphäre“ ebenfalls angetreten waren, erhielten ein Zeitschriften-Abo. Zusätzlich gab es für Christian Schad den Sonderpreis „Forschungsexpedition ALDEBARAN“.

Über ein Forschungspraktikum an der Uni Tübingen und ein Zeitschriften-Abo darf sich Jana Braunger (18) vom Pestalozzi-Gymnasium Biberach freuen, die im Fachgebiet Mathematik/Informatik mit dem Projekt „Immer im Dienst – ein vielschichtiges Optimierungsproblem“ am Wettbewerb teilgenommen hatte.