15.02.2016

Geopark Schwäbische Alb ist „UNESCO Global Geopark“

Als Gebiet mit geologischer Besonderheit hat der Geopark Schwäbische Alb die Auszeichnung „UNESCO Global Geopark“ erhalten. Er wird damit Teil eines weltweiten, von der UNESCO offiziell anerkannten Netzwerks. Die Auszeichnung GeoPark ist ein Gütesiegel für Landschaften mit einem besonderen geologischen und archäologischen Erbe. Regionale Besonderheiten der Geopark-Initiative sind zum Beispiel der Blaubeurer Blautopf, die Prähistorische Sammlung Langenau, das Ulmer Museum mit seiner wohl berühmtesten Figur, dem Löwenmenschen, sowie einige andere Sehenswürdigkeiten im Alb-Donau-Kreis.

„Die Schwäbische Alb ist ein archäologisches und geologisches, aber auch ein kulturhistorisches und ökologisches Juwel. Wir sind daher verpflichtet, dieses für künftige Generationen zu erhalten und zu schützen. Die offizielle Aufnahme des Geoparks in das weltweite Netzwerk der UNESCO verstärkt seine Bedeutung als geologisches Erbe unseres Landes“, sagte Ministerpräsident Winfried Kretschmann bei der Urkundenübergabe zur Anerkennung des Geoparks Schwäbische Alb als „UNESCO Global Geopark“.

„Die Schwäbische Alb ist erdgeschichtlich gesehen ein Geopark der Superlative und hat diese Auszeichnung wahrlich verdient. Wir freuen uns über die Anerkennung durch die UNESCO. Sie bietet neue Chancen für die Regionalentwicklung auf der Schwäbischen Alb“, ergänzte Landrat Klaus Pavel, stellvertretender Vorsitzender des Geoparks Schwäbische Alb. Für Prof. Dr. Hartwig Lüdtke, Vize-Präsident der deutschen UNESCO-Kommission und Direktor des Technoseums Mannheim, ist die UNESCO-Anerkennung ein Ritterschlag, bedeutet aber auch einen neuen Anspruch: „Als UNESCO Global Geopark muss auch die Schwäbische Alb künftig verstärkt dazu beitragen, für die Menschen der Alb und der Welt das Konzept der nachhaltigen Entwicklung zur Realität werden zu lassen.“

UNESCO-Zertifizierung gibt Zielen der Geopark-Initiative neuen Schwung

Die Mitgliedschaft im globalen Verbund der UNESCO ermögliche unter anderem neue wissenschaftliche Kooperationen zur Erforschung der höhlenreichsten Region Deutschlands, sagte Kretschmann. Durch den internationalen Austausch können sich innerhalb des Netzwerkes zudem Synergien im Bildungsbereich ergeben. „Bildung für nachhaltige Entwicklung ist der Schlüssel, um die Gesellschaft von der Schutzbedürftigkeit dieser einzigartigen Landschaft zu überzeugen. Wenn in diesen Prozess neue Erkenntnisse der internationalen Partner einfließen, kann das nur förderlich sein“, so der Ministerpräsident.

Auch auf den Tourismus und die wirtschaftliche Entwicklung vor Ort werde sich das Gütesiegel „UNESCO Global Geopark“ sicherlich positiv auswirken. „Dabei sollte es allen Beteiligten ein wesentliches Anliegen sein, dass auch bei steigenden Gästezahlen das Konzept des nachhaltigen Tourismus beibehalten wird“, betonte der Ministerpräsident. „Die Schwäbische Alb – und mit ihr auch der Geopark – zeigt nämlich eindrucksvoll, dass das ‚magische Dreieck‘, also das Zusammenwirken von Tourismus, Naturschutz und Landwirtschaft, ein echtes Erfolgsmodell ist und Synergien für alle drei Bereiche bringt.“


Geopark Schwäbische Alb