02.10.2014

Landkreis Neu-Ulm bewirbt sich für "LEADER"-Programm

"LEADER" heißt ein Förderprogramm, das aus Mitteln der EU und des Freistaates Bayern die Entwicklung im ländlichen Raum unterstützt. Der Landkreis Neu-Ulm bewirbt sich für die Förderperiode 2014 bis 2020 und hat einen Trägerverein gegründet.

Der Vorstand des neuen Leader-Trägervereins: Landrat Thorsten Freudenberger (Zweiter von links) mit seinen Stellvertretern Alexander Engelhard (links) und Raphael Bögge. Schatzmeisterin ist Monika Stadler. (Bild: SWP)

Der Landkreis und die betroffenen Kommunen sind sich einig, dass sich mit dem LEADER-Programm eine echte Chance bietet, notwendige Entwicklungen für private, gewerbliche und kommunale Akteure besser bewältigen zu können. Das Förderspektrum reicht von innovativen oder vernetzten Maßnahmen im Tourismus, in der Gastronomie, dem Kulturwesen, dem Energiesektor, der Nahversorgung, dem Schutz und der Nutzung der Kulturlandschaft bis hin zur Stadt- und Dorfentwicklung.

Das Programm legt besonderen Wert auf Entwicklungsinitiativen aus der Bevölkerung, aus Unternehmen, Vereinen und Verbänden. Deshalb gibt es zu den unterschiedlichen Themen Workshops, an denen alle interessierten Bürgerinnen und Bürger teilnehmen können. Dabei sollen zentrale Zielrichtungen für die nächsten Jahre festgelegt und damit die Voraussetzung für eine LEADER-Förderung geschaffen werden.

Nachdem nun in einigen Workshops schon verschiedene Ideen entwickelt wurden, wurde mit der Gründung eines Trägervereins auch eine Struktur geschaffen. Bei der Gründungsversammlung des Vereins „Regionalentwicklung Landkreis Neu-Ulm" wurde Landrat Thorsten Freudenberger zum Vorsitzenden gewählt, zu Stellvertretern Raphael Bögge, der Sendener Bürgermeister und frühere Leader-Beauftrage im Kreis Neu-Ulm, sowie der CSU-Kreisrat und Attenhofener Mühlenbetreiber Alexander Engelhard. Schatzmeisterin ist Monika Stadler, die Leiterin der Abteilung Kreisrechnungsprüfung und frühere Wirtschaftsbeauftragte im Landratsamt Neu-Ulm.

Der neue Verein, in dem auch Jugendliche ab 16 Jahren Mitglied werden können, ist eine „Lokale Arbeitsgruppe“, von denen es bayernweit rund 70 gibt. Alle bewerben sich bis Ende November; im Frühjahr stehen die Förderregionen fest. Der in Neu-Ulm ansässige Verein soll unter anderem eine Entwicklungsstrategie erarbeiten, Projektideen umsetzen, die kommunale und regionale Zusammenarbeit fördern. Zentrale Rolle spielt dabei eine „Steuerungsgruppe“ – Menschen, die das Konzept steuern und kontrollieren.

Mitglied im Trägerverein können Privatpersonen, Vereine und Verbände sowie Unternehmen werden. Und auch Kommunen. Dabei sind unter anderem Weißenhorn, Illertissen und Senden. Eine Mitgliedschaft abgelehnt hat dagegen, wie berichtet, der Gemeinderat Nersingen. Der Elchinger Rat wird im Oktober entscheiden.

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