09.03.2016

Spielerisch das Programmieren lernen

Das Programmierprojekt im Landkreis Neu-Ulm läuft bereits mit vollem Erfolg: „Coding Kids“ bringt über 700 Schülerinnen und Schülern der vierten Klassen an 35 Grundschulen im Landkreis spielerisch das Programmieren bei.

Die Studierenden Tina Schwarz und Kevin Schlotz von der HNU engagieren sich als Tutoren im Projekt Coding Kids. Foto: Hochschule Neu-Ulm

Die Hochschule Neu-Ulm (HNU) unterstützt das Projekt mit Dr. Dany Meyer, Professorin für Informationsmanagement, und jetzt mit Studierenden der HNU, der Hochschule Ulm und der Universität Ulm sowie mit Schülerinnen und Schülern von Neu-Ulmer Gymnasien und der staatlichen Fach- und Berufsoberschule (Fos/Bos) Neu-Ulm.

Ihre ersten Erfahrungen mit Computer und Smartphone machen Kinder im Grundschulalter schon längst. Allerdings nutzen sie beides noch häufig konsumierend und im passiven Sinne, indem sie Videos schauen oder Spiele spielen. „Entscheidend ist, den Kindern im frühen Alter zu vermitteln, dass man mit dem Computer kreativ sein und etwas gestalten kann. Im Projekt lernen sie mit einem Computer auf unterschiedliche Weise altersgerechte Problemstellungen und Aufgaben zu lösen. Sie erleben dadurch nicht nur viel Spaß und Begeisterung, sondern sie schulen und entwickeln fast nebenbei Beharrlichkeit, Konzentration und Teamgeist – und auch ihre digitale Kompetenz, die sie später brauchen werden“, so Prof. Dr. Dany Meyer. „Auch die Tutoren, die Schülerinnen und Schüler sowie die Studierenden, können durch das Projekt ihre Persönlichkeit und ihre soziale Kompetenz weiterentwickeln.“

Die Professorin unterstützt von Anfang an das Projekt „Coding Kids“, das Dr. Ansgar Batzner, Leiter des Staatlichen Schulamts in Neu-Ulm und Vorsitzender der Kompetenz-Akademie Neu-Ulm, initiiert hat und das an zahlreichen Schulen schon begonnen hat: „Programmieren fördert das logische Denken. Für Schüler in der vierten Klasse ist das genau das richtige Alter, sich mit dem Programmieren auseinanderzusetzen – und der Motivationseffekt ist auch gleich dabei, sie können direkt ausprobieren, was sie programmiert haben.“

Insgesamt 24 Studierende der HNU, der Hochschule Ulm und der Universität Ulm sowie Schülerinnen und Schüler vom Lessing-Gymnasium Neu-Ulm, von der Fos/Bos Neu-Ulm, vom Nikolaus-Kopernikus-Gymnasium Weißenhorn und vom Kolleg der Schulbrüder Illertissen werden von Prof. Dr. Meyer und Dr. Batzner gecoacht, wie sie mit zehnjährigen Kindern arbeiten und umgehen, sie fördern und begeistern können, aber auch, wie sie mit Problemen umgehen müssen. „Das Unterrichten wird spannend sein, wir haben zwar mehr Zugang zu den Kids - für uns wird es aber interessant werden, die verschiedenen Rollen als Vorbilds-, Vertrauens- und auch Respektsperson zu wahren“, so Tina Schwarz, Studentin der HNU. Kevin Schlotz, ebenfalls Student der HNU, freut sich auf das Projekt: „Als Kind hätte ich auch gern bei einem solchen Projekt mitgemacht. Ich freue mich schon, wenn ich es hinbekomme, dass die Kinder von ihrem Lernerfolg begeistert sind. Das gibt mir wieder viel zurück.“

Die rege Teilnahme der Studierenden der HNU am Projekt „Coding Kids“ ist ein Beispiel für das Engagement der Studierenden an der HNU, das im Zentrum für interdisziplinäres, internationales und engagiertes Lernen (ZiieL) unterstützt wird.

"Coding Kids“ wird gefördert von der Bürgerstiftung der Sparkasse Neu-Ulm – Illertissen, von der Robert Bosch Stiftung, von der Bildungsregion Landkreis Neu-Ulm und der Kompetenz-Akademie Neu-Ulm e.V. sowie von weiteren Unterstützern.