03.07.2017

Stabiler Arbeitsmarkt

Im Bezirk der Agentur für Arbeit Ulm ist die Arbeitslosigkeit im Juni leicht zurückgegangen. Die Arbeitslosenquote bleibt mit 2,8 Prozent unverändert. Im Landkreis Neu-Ulm blieb die Arbeitslosenquote ebenfalls konstant, wie im Vormonat bei 2,2 Prozent. Vor einem Jahr lag sie bei 2,4 Prozent.

Im Bezirk der Agentur für Arbeit Ulm bleibt die Arbeitslosenquote mit 2,8 Prozent unverändert. 8 160 Frauen und Männer waren arbeitslos, 60 weniger als im Mai. Zum Vorjahr sank die Quote um 0,1 Prozentpunkte. Dazu Christine Landskron-Rieger, Geschäftsführerin der Agentur für Arbeit Ulm: „Diese Quote zu halten spricht für einen stabilen Arbeitsmarkt. Auch wenn die Personalnachfrage im Juni etwas nachgelassen hat“.

Mit rund 1 500 Stellenmeldungen ging diese Zahl um 170 zurück, die Kräftenachfrage bleibt dennoch auf einem hohen Niveau. In einem Juni gab es zuletzt im Jahr 2011 mehr Zugänge. Der Stellenbestand liegt mit 5 530 offenen Angeboten 14,2 Prozent über den Vorjahreswert. In der ersten Jahreshälfte meldeten regionale Arbeitgeber mit insgesamt 9 300 Arbeitsstellen über tausend mehr als zur selben Zeit im Vorjahr. „Am guten Arbeitsmarkt wird auch ein über die Sommermonate durch Schul- und Ausbildungsende zu erwartender leichter Anstieg der Arbeitslosigkeit nichts ändern“, so Landskron-Rieger weiter.

Die Sommerferien stehen vor der Tür und manch junger Mensch ist noch auf Ausbildungsplatzsuche. Im Bezirk der Agentur für Arbeit Ulm haben sich seit Beginn des Berufsberatungsjahres im September letzten Jahres 2 540 Bewerber gemeldet. Davon waren im Juni noch knapp tausend auf der Suche nach einer Ausbildungsstelle. Ihnen standen 1 540 offene Lehrstellen gegenüber, vor allem als Kaufmann/-frau im Einzelhandel, als Verkäufer/in und als Fachkraft für Lagerlogistik. „Auch bei guter Lage auf dem Ausbildungsmarkt stimmen oftmals Wunsch- und Angebotsberuf nicht überein“, so Landskron-Rieger. „Daher sind Alternativen sinnvoll“. Seit September stellten regionale Ausbildungsbetriebe insgesamt 3 760 Ausbildungsstellen zur Verfügung.

Agenturbezirk Ulm im Landesvergleich

Im Bezirk der Agentur für Arbeit Ulm blieb die Arbeitslosenquote bei 2,8 Prozent. Das ist die niedrigste Quote im Land. Zum Vorjahr ging die Quote in Ulm um 0,1 Prozentpunkte zurück. Der Blick auf Baden-Württemberg zeigt eine im Land durchschnittliche Arbeitslosenquote von 3,4 Prozent. Das ist die gleiche Quote wie im Mai, zum Vorjahresmonat sind es 0,3 Prozentpunkte weniger.

Alb-Donau-Kreis. Im Landkreis Alb-Donau blieb die Arbeitslosenquote mit 2,6 Prozent gleich zum Vormonat. Das ist der drittniedrigste Wert im Land. Im Vorjahr lag die Quote bei 2,7 Prozent. 2 880 Menschen waren im Juni arbeitslos und über die Agentur für Arbeit und das Jobcenter auf der Suche nach einer neuen Arbeitsstelle. Das sind 60 Menschen weniger als im Mai. Im Vergleich zum Vorjahr ging die Arbeitslosigkeit um 140 Personen zurück.

Ulm. Im Stadtgebiet Ulm waren 2 590 Menschen über die Arbeitsagentur (1 130) und das Jobcenter (1 460) auf der Suche nach einer neuen Arbeitsstelle. Zum Mai sind das zehn Frauen und Männer weniger. Nimmt man den Juni des Vorjahres zum Vergleich, ist die Zahl der Arbeitslosen um 240 (8,6 Prozent) deutlich zurückgegangen. Das zeigt auch der Blick auf die Arbeitslosenquote: Sie liegt im Juni unverändert zum Vormonat bei 3,7 Prozent. Im Vorjahr lag sie bei 4,2 Prozent.

Landkreis Neu-Ulm: Arbeitslosenquote konstant
Im Landkreis Neu-Ulm blieb die Arbeitslosenquote konstant, wie im Vormonat bei 2,2 Prozent. Vor einem Jahr lag sie bei 2,4 Prozent. 2.187 Arbeitslose waren zum Stichtag gemeldet (minus 9 zum Vormonat, minus 193 zum Vorjahr). Zur Besetzung stellten Arbeitgeber insgesamt 1.518 offene Stellen zur Verfügung (43 mehr als im Vormonat). „Uns ist es wichtig, dass arbeitssuchende Menschen erst gar nicht über ein Jahr ohne Beschäftigung sind. Aufgrund der guten Arbeitsmarktsituation im Landkreis Neu-Ulm und auch durch die Aktivitäten insbesondere vom Jobcenter und der Agentur ist es gelungen, die Langzeitarbeitslosigkeit zu verringern. Ich hoffe weiterhin auf die Bereitschaft der Arbeitgeber, Arbeitsuchende einzustellen, die auf den ersten Blick nicht alle Stellenvoraussetzungen erfüllen. Auch besonders Menschen mit Behinderung, die oftmals eine gute Qualifizierung vorweisen können, profitieren momentan noch kaum von der positiven Arbeitsmarksituation,“ kommentiert Werner Möritz, operativer Geschäftsführer der Agentur für Arbeit Donauwörth die Arbeitsmarktsituation im Landkreis Neu-Ulm.

 

Agentur für Arbeit Ulm
Arbeitsmarktbericht Juni 2017
Arbeitsmarkt in Zahlen

Agentur für Arbeit Donauwörth
Arbeitsmarktbericht Juni 2017
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