12.10.2017

Bildungsregion startet

Heike Leppert als Leiterin und Anja Schwarzer als Bildungskoordinatorin haben ihre Arbeit für die Bildungsregion im Landratsamt Alb-Donau-Kreis aufgenommen. Am 23. Oktober wird das neue Team im Kreistag vorgestellt.

Eine Bildungsregion soll „in einer staatlich-kommunalen Verantwortungsgemeinschaft Entscheidungen und Handlungsschwerpunkte für Bildungsfragen und Bildungsangebote systematisch treffen und umsetzen“. So steht es auf der Internetseite des Stuttgarter Ministeriums für Kultus, Jugend und Sport.

Es gehe unter anderem darum, ein Netzwerk aus Partnern und Institutionen zu schaffen, die an Schule und Bildungsfragen beteiligt sind. Sie sollen Lern- und Lebensverhältnisse von Kindern und Jugendlichen verbessern, gemeinsame Leitlinien und Zielsetzungen formulieren und eine „systematische und bedarfsorientierte Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung im Bereich der Schul- und Bildungsangebote“ schaffen. Damit ist im Groben das Aufgabenfeld umrissen, mit dem sich Heike Leppert als Leiterin der neuen Bildungsregion Alb-Donau beschäftigen wird. Denn am 1. Oktober startet die Bildungsregion, die ihre Geschäftsräume im Landratsamt Alb-Donau hat. Im Sozialausschuss gab Fachdienstleiter Johannes Müller am Dienstag bekannt, dass der Kreis mit der Lehrerin und Lerntherapeutin Leppert nun die passende Leiterin für das Bildungsbüro gefunden habe. Wie berichtet, wird die Stelle vom Land mit 45 000 Euro bezuschusst, der Kreis gibt den selben Betrag. Müller gab weiter bekannt, dass ebenfalls zum 1. Oktober die vom Bund für zwei Jahre finanzierte Stelle der „Bildungskoordinatorin“ besetzt ist: Anja Schwarzer, die Sozialwirtschaft studiert hat, wird gemeinsam mit Heike Leppert im Büro sitzen.

Ihre Aufgabe ist die Integration von Flüchtlingen durch Bildung. Schwarzer soll auf kommunaler Ebene Anbieter von Bildungsangeboten für Flüchtlingen koordinieren und die Angebote verbessern. Sie soll zum Beispiel Kindertagesstätten, Berufskammern, Jobcenter, Volkshochschulen, Jugendhilfe und Schulamt zusammenbringen und im Blick haben, welche Sprach- und Integrationskurse, Weiterbildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen es vor Ort gibt und welche fehlen.

Trägerschaft
An den sieben Schulen in der Trägerschaft des Kreises werden derzeit 5238 Schüler unterrichtet. Das berichtete Fachdienstleiter Johannes Müller. Die Lehrerversorgung sei im Großen und Ganzen gut. Die meisten Schüler, 2197, besuchen die Gewerbliche Schule Ehingen. Es folgt die Valckenburgschule in Ulm mit 1541, die Kaufmännische Schule mit 815, die Magdalena-Neff-Schule (beide Ehingen) mit 513 und die Schmiechtalschule für Geistig- und Körperbehinderte mit 106 Schülern. An die Martinschule in Laichingen, „Sonderpädagogisches Bildungs- und Beratungszentrum“, gehen 43 Kinder.


(Text SWP Ulm)