21.03.2016

Erfolgreich beim Landeswettbewerb

Beim diesjährigen Landeswettbewerb Jugend forscht präsentierten 140 Jungforscherinnen und Jungforscher aus ganz Baden-Württemberg insgesamt 65 Forschungsprojekte. Sehr erfolgreich waren die Teilnehmer der Innovationsregion Ulm mit einem Landessieg, einem zweiten und zwei dritten Plätzen.

Fahren zum Bundeswettbewerb nach Paderborn: Nikolai Braun und Jonas Autenrieth mit ihrer "Lazybar."

Nikolai Braun (17) und Jonas Autenrieth (19) von der Robert-Bosch-Schule in Ulm entwickelten die intelligente Cocktailmaschine „Lazybar“. Das vollautomatisierte Gerät liefert je nach Zutatenbestand passende Getränke, die gekühlt ausgegeben und mithilfe eines Kassensystems abgerechnet werden. Mit diesem Projekt holten die beiden den Landessieg im Fachbereich Technik und vertreten die Innovationsregion Ulm nun beim 51. Bundeswettbewerb Jugend forscht, der vom 26.-29. Mai in Paderborn stattfinden wird. Zusätzlich gab es für die beiden noch eine Einladung zur Abschlussveranstaltung der Nobelpreisträgertagung und die Teilnahme an der JugendUnternimmt summer school. Das Duo freute sich zum einen riesig über den Landessieg, zum anderen bedeutet dies nun zusätzlichen Stress für die beiden Schüler, die mitten in den Abiturvorbereitungen stehen.

Als bestes interdisziplinäres Projekt wurde die Arbeit von Marc Engelhardt (19), Jannik Münz (16) und Lukas Bohnacker (15) beim Regionalwettbewerb ausgezeichnet. Unter der Betreuung von Dieter Münz forschten sie am Schülerforschungszentrum Ulm (SFZ) über die „Echtzeitsteuerung und Regelung eines Bearbeitungszentrums durch hochdynamische Parameter“, als Teil des SFZ-Projekts „Zerspanung im Zeitalter von Industrie 4.0“, das in Kooperation mit dem Ulmer Unternehmen ulrich medical durchgeführt wird. Beim Landeswettbewerb trat das Team mit seinem Projekt im Fachgebiet Arbeitswelt an und belegte den 2. Platz.

Im Fachgebiet Geo- und Raumwissenschaften hatte sich Benno Hölz (16) vom Gymnasium Ochsenhausen ein ungewöhnliches Thema ausgewählt: Betreut von Tobias Beck am Schülerforschungszentrum Ochsenhausen, untersuchte er die Rotfärbung des Abendhimmels mit einem für diesen Zweck speziell umgebauten Teleskop. Er will damit ein tieferes physikalisches Verständnis des Abendrot-Phänomens bekommen und dessen Intensivität durch spezielle Berechnungsmethoden wissenschaftlich bestimmen. Die Jury zeichnete sein Projekt „Abendrot Spektroskopie“ mit dem 3. Platz „Interdisziplinäre Projekte“ aus.

Schon im vergangenen Jahr war Stefanie Kern (17) vom Wieland-Gymnasium Biberach mit ihrer Forschungsarbeit „Weißer als Weiß!“ im Fachgebiet Physik angetreten. Die Weiterentwicklung ihres Projektes - unter der Betreuung von Jan Binder und Kevin Jablonka am Schülerforschungszentrum Bad Saulgau – brachte ihr nun den dritten Platz und ein Studienseminar im Kerschensteiner Kolleg des Deutschen Museums München.

Einen tollen Sonderpreis gab es für ein weiteres regionales Team: Jana Braunger (17) und Julia Benirschke (17) vom Pestalozzi-Gymnasium in Biberach untersuchten "Gentechnik in Lebensmitteln - Droht uns Gefahr?" Sie dürfen sich über ein Forschungspraktikum am Heidelberger Life-Science Lab des Deutschen Krebsforschungszentrums freuen.

Auch Moritz Jarosch (17), Fabian Stölzle (18) und Ludwig Bald (16) vom Albert-Einstein-Gymnasium Ulm-Wiblingen gewannen einen Sonderpreis: Auf sie wartet ebenfalls ein Forschungspraktikum, gestiftet von der Gesellschaft für Produktentwicklung (GfP).