27.04.2016

Für Klima- und Bevölkerungswandel planen

Was Klima und Bevölkerungswandel mit Betonstein zu tun haben, erfuhren die Teilnehmer des 14. Symposiums der braun-steine GmbH im April in Neu-Ulm. Das Betonsteinunternehmen aus Amstetten, Mitglied der Innovationsregion Ulm, lud dazu Referenten aus Politik, Planung und Wissenschaft. Über 200 Planer und Bauentscheider setzten sich mit den aktuellen Herausforderungen der Freiraumplanung auseinander und informierten sich über neue und intelligente Produktlösungen.

„Eine ganzheitliche Betrachtung in der Entwicklung von Bausystemen wird zunehmend wichtiger“, erläuterte Gastgeber Albrecht Braun, geschäftsführender Gesellschafter der braun-steine GmbH zu Beginn des eintägigen Symposiums. Damit Bausysteme weitere Aufgaben übernehmen können. Musste ein Betonstein vor 30 Jahren nur langlebig sein, so katalysiert die neueste Betonsteingeneration heute Stickoxide und mindert die Feinstaubbelastung.

Ein Praxisbeispiel in Tübingens Innenstadt belegt den Erfolg. Titandioxid im neu verlegten Betonsteinpflaster fungiert als Katalysator und reduziert über Lichteinwirkung die Stickoxidbelastung nachweislich bis zu 20 Prozent. Weitere Beispiele, die Umwelt durch spezielle Straßenoberflächen merkbar zu entlasten, zeigten hygrothermische Wegedecken und geräuschneutrales Pflaster.

Die Vielfalt der Themen solle „Spuren hinterlassen und Denkanstöße geben für weitere Entwicklungen“, fasst Braun zusammen. Denn für die Entwicklung neuer Produktlösungen sei immer „ein Perspektivwechsel erforderlich für alle Baubeteiligten“. Die braun-steine GmbH, die im letzten Jahr ihr 140jähriges Firmenjubiläum feierte, veranstaltet daher im zweijährigen Rhythmus ein Symposium für Planung und Gestaltung von Freianlagen.

Die Bedeutung und Chancen experimenteller Bauweisen zogen sich als roter Faden durch alle Vorträge – sowohl beim barrierefreien Bauen, als auch bei der aktuellen Stadtentwicklung, die nur durch Dichte und Nachverdichtung den Klimaschutzzielen gerecht werden könne.