23.01.2019

Hochschule Ulm: Förderung von sechs Projekten

Die Hochschule Ulm erhält aus dem Fonds „Erfolgreich Studieren in Baden-Württemberg (FESt)“ bis 2020 eine Million Euro um Studierende in allen Phasen des Studiums noch zielgerichteter fördern zu können. Gefördert werden insgesamt sechs Projekte zur Weiterentwicklung von Lehre, Studien- und Lernmöglichkeiten.

Dank sechs erfolgreicher Anträge beim Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst (MWK) kann die Hochschule Ulm ihre Studienangebote und Lernumgebungen weiter gezielt verbessern. Foto: Dominik Bothe/Hochschule Ulm

„Als Hochschule für angewandte Wissenschaften ist die gute Betreuungssituation und die persönliche Atmosphäre im Studium unsere Stärke. Wir lassen unsere Studienanfängerinnen und Studienanfänger nicht alleine – mit den geförderten Projekten können wir Studieninteressierte noch besser dabei unterstützen, das für sie passende Studium zu finden, und wir können ihr Ankommen in der Hochschule und den Studieneinstieg noch interessanter gestalten“, so Rektor Volker Reuter.

Mit dem Vorhaben TALENT SCOUT evaluiert und überarbeitet die Hochschule ihren bestehenden Studierfähigkeitstest. Schülerinnen und Schüler haben sehr individuelle Vorstellungen von den Studieninhalten und der Frage, welcher Studiengang zu ihren persönlichen Fähigkeiten und Interessen passt – und die Hochschule Ulm möchte besonders motivierte Studierende für ein Studium gewinnen. „TALENT SCOUT hilft uns u. a. mit maßgeschneiderten Informationsangeboten, Studieninteressierte direkt zu erreichen und Hinweise für ihre Studienentscheidung zu geben“, so der Prorektor für Studium und Lehre Sven Völker.

Für ein erfolgreiches Studium in einem ingenieurwissenschaftlichen Fach sind Mathematik und Physik wichtige Grundlagen – da ist Schülerinnen und Schülern nicht immer klar, was im Studium auf sie zukommt. Über das Projekt Cooperation Schule – Hochschule (cosh) bilden Professorinnen und Professoren der Hochschule gemeinsam mit Studierenden sowie Lehrerinnen und Lehrern Teams, um mit falschen Vorstellungen bei Schülerinnen und Schülern aufzuräumen und ihnen zugleich Spaß an mathematischen und physikalischen Fragestellungen zu vermitteln.

Ein weiterer Schwerpunkt der geförderten Vorhaben liegt in der konkreten Unterstützung beim Studieneinstieg mit speziellen Vorkursen und veranstaltungsbegleitenden Tutorien in den ersten beiden Semestern. Gerade diese Studienphase ist für den Studienerfolg entscheidend. Im Projekt STUDIUM+ werden Angebote entwickelt, durch die Studierende einfacher Kontakt zu Gleichgesinnten finden und rechtzeitig Tipps für die individuelle Studienorganisation erhalten.

An internationale Studieninteressierte richtet sich das Projekt AHEAD mit mehrsprachigen Webinaren und der Nutzung von sozialen Medien für Fragen zum Studienangebot der Hochschule und zum Studium in Deutschland. Hierdurch wird es internationalen Studieninteressierten erleichtert, sich ein genaues Bild von den Angeboten der Hochschule Ulm zu machen. Außerdem bietet die Hochschule ihren ausländischen Studierenden zum Studieneinstieg ein Buddy-Programm und Coachings an, damit sie sich schnell in ihrem Studium orientieren können.

Komplett neu sind die mobilen HomeLabs, die im Projekt TECHLABS entwickelt werden. Sie ermöglichen den Studierenden, Studieninhalte unabhängig von festen Vorlesungs- und Öffnungszeiten in kleinen Projektgruppen direkt in praktischen Versuchen anwendungsnah zu erproben.

Gemeinsam mit der Universität Ulm und der Hochschule Biberach werden mit dem Projekt Accelerate!Süd praxisnahe Lehrprojekte und Coachings zu den Themen Gründerkultur und Startups angeboten. „Dies ist eine perfekte Ergänzung des bereits seit 2017 laufenden Verbundprojekts InnoSüd und eine hervorragende Basis für unsere Studierenden, um Kontakte zur regionalen Wirtschaft zu knüpfen und um früh aus dem Studium heraus den Weg in die berufliche Eigenständigkeit zu finden. Wir nehmen unsere Studierenden sehr ernst und ermutigen sie, aus ihren Studieninhalten eigene Ideen für Patente und Geschäftsideen zu entwickeln“, so Prorektorin für Forschung Marianne von Schwerin.