12.07.2017

Millionenförderung für regionalen Hochschulverbund

Die Hochschulen Biberach, Neu-Ulm, Ulm und die Universität Ulm überzeugten im Bundeswettbewerb „Innovative Hochschule“. Rund 15 Millionen Euro stehen den Hochschulen für ihr Verbundvorhaben „InnoSÜD“ zur Verfügung. Ziel ist es, die Region Donau-Iller zu einer führenden Innovationsregion Europas zu entwickeln.

Freuen sich über die Förderung: Prof. Dr.-Ing. Thomas Vogel (Rektor Hochschule Biberach), Prof. Dr.-Ing. Roland Koenigsdorff (Hochschule Biberach), Prof. Dr. Marianne von Schwerin (Prorektorin Hochschule Ulm), Prof. Dr. André Bleicher (Prorektor Hochschule Biberach, ab 1.9. Rektor Hochschule Biberach), Prof. Dr. Julia Kormann (Vizepräsidentin Hochschule Neu-Ulm), Prof. Dr. Volker Reuter (Rektor Hochschule Ulm), Prof. Dr. Uta. M. Feser (Präsidentin Hochschule Neu-Ulm), Prof. Dr.-Ing. Michael Weber (Präsident Universität Ulm) und Prof. Dr. Stefan Kochanek (Universität Ulm) - v.l.n.r.

Der Verbund „InnoSÜD“ der Hochschulen Biberach, Neu-Ulm (HNU), Ulm und der Universität Ulm überzeugte bei der Bund-Länder-Initiative „Innovative Hochschule“. Mit rund 15 Millionen Euro wird der hochschul- und länderübergreifende Verbund für den Ausbau des Wissens- und Technologietransfers gefördert. Ziel ist es, die Region Donau-Iller in den kommenden fünf Jahren zu einer führenden Innovationsregion Europas zu entwickeln.

„In Zusammenarbeit mit Partnern aus Wirtschaft und Gesellschaft werden wir im Hochschulverbund InnoSÜD mit dem Wissen der Hochschulen und mit dem Know-How der Wirtschaft und Gesellschaft neue Ideen und Innovationen entwickeln, von denen alle profitieren und durch die die Region gestärkt wird“, so Prof. Dr. Uta M. Feser, Präsidentin der Hochschule Neu-Ulm. Die Hochschulen und die Universität Ulm kooperieren im Verbund mit ihren Forschungskompetenzen und knüpfen somit an gemeinsame Erfolgsprojekte in Forschung und Lehre an.

Der Fokus in Forschung und Wissenstransfer liegt auf den Zukunftsthemen Biotechnologie, Energie, Mobilität und Transformationsmanagement, die auch der Wirtschaftsstruktur der Region Donau-Iller entsprechen. Im stetigen Austausch der Hochschulen im Verbund „InnoSÜD“ mit Wirtschaft, Politik und Gesellschaft werden neue Ideen und innovative Lösungen entwickelt, die dazu beitragen, die Region langfristig als Innovationsregion zu stärken. In den kommenden fünf Jahren werden Ausgründungen gefördert und Reallabore sowie Forschungs- und Technologieprojekte mit Unternehmen der Region durchgeführt.

„Wir haben schnell erkannt, dass wir im Verbund mit den anderen Hochschulen größere Chancen auf Erfolg haben könnten. Daher hat die Hochschule Biberach die gemeinsame Antragstellung initiiert. Dass unsere Partner uns die Lead-Funktion anvertraut haben, hat mich sehr gefreut. Mit dem Erfolg des Antrages konnten wir diesen Vertrauenskredit nun zurückzahlen“, so Prof. Dr.-Ing. Thomas Vogel, Rektor der Hochschule Biberach, die den Verbund koordiniert. Jetzt setze er vor allem auf die Signalwirkung des Kooperationsprojektes.

„Bei dem Wettbewerb war keine Standardlösung gefragt, sondern ein Suchprozess, der wirksame, innovative Lösungen generieren soll“, so Prof. Dr. André Bleicher, Prorektor der Hochschule Biberach. Im Verbund hätten die Hochschulen erhebliche Anstrengungen unternommen, den geforderten Transfer zu gestalten – tatsächlich auf eine ungewohnte und neuartige Art und Weise. Zum einen verstünden sich die vier Hochschulen als ein dynamisches regionales Innovationssystem, zum anderen gehe es um dialogisch angelegte Innovationsprozesse: Praxiserfahrene Akademiker und akademisch interessierte Praktiker tragen ihr Wissen zusammen. „InnoSüd wird technologische und nicht-technologische Disziplinen vereinen und ist auf eine Regionalentwicklung ausgerichtet“, so Bleicher. „Dies ermöglicht es uns, die Potentiale für inter- und transdisziplinäre Zusammenarbeit im Sinne der civic university zu erweitern, mit dem Ziel des nachhaltigen Wandels der Region.“

Dass sich „InnoSÜD“ im bundesweiten Wettbewerb durchgesetzt hat, freut Prof. Dr. Volker Reuter, Rektor der Hochschule Ulm: „Ich sehe diesen gemeinsamen Verbund als große Chance, die Wissenschaft noch stärker für unsere Region nutzbar zu machen und wir können zeigen, wie wir als Teil der Gesellschaft einen wichtigen Beitrag leisten.“

Prof. Dr.-Ing. Michael Weber, Präsident der Universität Ulm, sieht im Verbund „InnoSÜD“ eine große Chance für die Innovationsfähigkeit der Region: „Die Bündelung der sehr anwendungsnahen Forschung der Hochschulen mit der stärker grundlagenorientierten wissenschaftlichen Arbeit an der Universität Ulm macht den Verbund InnoSÜD besonders schlagkräftig. Gemeinsam wollen wir Forschungsergebnisse noch schneller in die Industrie tragen und so global agierende Unternehmen, aber insbesondere auch kleine und mittelständische Unternehmen in der Region fördern.“

Auf die Ausschreibung hatten sich Hochschulen und kleinere Universitäten mit 118 Vorhaben beworben – davon werden 29 Projekte mit einer Förderung bedacht: 48 Hochschulen mit 19 Einzel- und 10 Verbundvorhaben. „InnoSÜD“ beginnt mit der Umsetzung der Transferprojekte am 1. Januar 2018. Dafür stehen dem Verbund für die kommenden fünf Jahre rund 15 Millionen Euro zur Verfügung. Er wird verstärkt durch eine zentrale Transferagentur, die die Planung, Steuerung und Organisation der Verbundaktivitäten übernimmt.

Über die Bund-Länder-Förderinitiative „Innovative Hochschule“:
„Innovative Hochschule“ richtet sich an Hochschulen und kleinere Universitäten und ist eine Ergänzung zur Exzellenzstrategie für Universitäten. Die Bund-Länder-Förderinitiative, mit bis zu 550 Millionen Euro Volumen, nimmt die – neben Forschung und Lehre – dritte Mission „Transfer und Innovation“ in den Blick: www.innovative-hochschule.de