06.12.2017

Niedrigste Arbeitslosenquote in Baden-Württemberg

In der Region Donau-Iller ist die Zahl der Arbeitslosen im November weiter gesunken. 7 380 Frauen und Männer waren ohne Arbeit, 280 weniger als im Oktober. Die Arbeitslosenquote sank erneut und erreicht mit 2,5 Prozent (- 0,1) einen neuen Rekordwert. Somit behält die Agentur für Arbeit Ulm die Spitzenposition unter den Agenturbezirken in Baden-Württemberg. Im Landkreis Neu-Ulm beträgt die Arbeitslosenquote unverändert zum Oktober 2,1 Prozent.

„Auch im November war der Arbeitsmarkt gut in Fahrt“, sagt Mathias Auch, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Ulm. Der Agenturleiter rechnet damit, dass der Schwung noch bis in den Dezember hinein reichen wird.

Besonders der Vorjahresvergleich verdeutlicht die gute Arbeitsmarktlage: Zum November 2016 sank die Zahl der arbeitslosen Menschen um nahezu 1 200 Personen. Am stärksten profitierten Jugendliche und junge Erwachsene. „Zwar ist der Rückgang der Jugendarbeitslosigkeit in einem November nicht ungewöhnlich, doch über zwanzig Prozent weniger als im Vorjahr ist schon bemerkenswert“, kommentiert Auch.

Die gute Verfassung am regionalen Arbeitsmarkt zeigt sich auch am Arbeitskräftebedarf. Regionale Arbeitgeber meldeten 1 640 neue Stellen. Insgesamt standen in der Region 5 870 Arbeitsangebote offen. Verstärkt gesucht werden Fachkräfte in den Metall-, Mechatronik- und Elektroberufen, Lagerfachkräfte und Kraftfahrzeugtechniker. Ein großer Bedarf besteht auch an Verkäufern, Fachkräften für die Hotel- und Gastronomiebranche und Altenpflegern.

Alb-Donau-Kreis. Im Landkreis Alb-Donau sank die Arbeitslosenquote um 0,1 auf 2,3 Prozent. Das ist der drittniedrigste Wert im Land. Im Vorjahr lag die Quote bei 2,9 Prozent. 2 590 Menschen waren im November arbeitslos und über die Agentur für Arbeit und das Jobcenter auf der Suche nach einer neuen Arbeitsstelle. Das sind knapp 70 Menschen weniger als vor vier Wochen. Im Vergleich zum Vorjahr ging die Arbeitslosigkeit um 550 Personen zurück.

Ulm. Im Stadtgebiet Ulm waren rund 2 350 arbeitslose Menschen über die Arbeitsagentur (1 070) und das Jobcenter (1 290) auf der Suche nach einer neuen Arbeitsstelle. Zum Oktober sind das 110 Frauen und Männer weniger. Zum Vorjahresmonat nahm die Zahl der Arbeitslosen um 310 ab. Die Arbeitslosenquote liegt im November bei 3,4 Prozent (-0,1). „Das ist im Land die niedrigste Quote unter den kreisfreien Städten“, sagt Mathias Auch. Im Vorjahr betrug die Quote im Stadtgebiet 3,9 Prozent

Landkreis Neu-Ulm. „Wie bereits im Oktober betrug die Arbeitslosenquote im Landkreis auch im November 2,1 Prozent. Der bisher milde Herbst führte zu einer stabilen Lage auf dem Bau und in den Außenberufen. Hier gab es bisher kaum saisonbedingte Entlassungen, welche überwiegend die Männer betreffen würde, “ fasst der Vorsitzende der Geschäftsführer der Agentur für Arbeit Donauwörth, Richard Paul zusammen. Die Quote betrug im Vorjahr bei 2,3 Prozent. „Insgesamt ist die wirtschaftliche Lage unserer Region sehr positiv, wie man an den zahlreichen gemeldeten Stellen sieht.“ Aktuell waren bei den Vermittlerinnen und Vermittlern der Arbeitsagentur und im Jobcenter 2.061 Personen arbeitslos gemeldet, 9 mehr als im Monat zuvor. Im Stellenpool sind derzeit 1.661 Stellen, 61 weniger als vor einem Monat und 85 mehr als im Vorjahr.

Unverändert werden fast in allen Bereichen Fachkräfte oder Helfer gesucht, insbesondere in folgenden Berufen / Bereichen: Kunststoff- und Kautschukherstellung, Holz- Möbel- Innenausbauer, Metallbearbeitung, Metallbau, Schweißtechnik, Maschinenbau, Maschinen- und Anlagenführer/innen, Kraftfahrzeugtechnik, Mechatroniker, Bauelektrik, elektrische Betriebstechnik,  Elektrotechniker, Lebensmittelherstellung, Köche, Bäcker, Konditor, Sanitär- Heizungs- und Klimatechniker, Anlage-, Behälter-, Apparatebauer, Informatiker, Lagerwirtschaft, Post- und Zustelldienste, Speditionskaufleute, Berufskraftfahrer (Güterverkehr), Kranführer und Bediener Hebeeinrichtungen, Sicherheitsfachkräfte, Reinigungskräfte,  Vertriebsmitarbeiter, Verkaufs-, Büro- und Sekretariatskräfte, Gastronomie, Physiotherapeuten, Altenpfleger und Friseure. Ca. 33 Prozent der Stellen wurden von Arbeitnehmerüberlassungsfirmen gemeldet.