09.08.2017

Physik-Silbermedaille für Auguste Medert

Auguste Medert, Schülerin am Robert Bosch Gymnasium Langenau, hat eine Silbermedaille bei der Physik-Weltmeisterschaft in Singapur gewonnen. Die 17-Jährige war als Teil des fünfköpfigen Nationalteams in Singapur. Sie hatte sich über das beste Einzelergebnis bei der Deutschen Physikmeisterschaft im Februar und einen weiteren Wissenstest an der Uni Ulm für das Physik-Nationalteam qualifiziert. Ebenso hat sie in diesem Jahr bereits schon den Jugend forscht-Regionalwettbewerb gewonnen und beim anschließenden Landeswettbewerb den dritten Platz erreicht.

Auguste Medert (vierte von links) mit dem Physik-Nationalteam sowie zwei Betreuen bei der Preisverleihung in Singapur. (Foto: Konstanze Nickolaus)

Auguste Medert vom Langenauer Robert-Bosch-Gymnasium hat mit dem deutschen Team bei der Physik-Weltmeisterschaft in Singapur Silber erkämpft. Auguste hatte sich über das German Young Physicists Tournament, den deutschen Wettkampf, und ein zweites Auswahlwochenende einen von fünf Plätzen im deutschen Team gesichert. Dieses traf dort auf Schüler aus 31 Ländern.

Die Teams mussten physikalische Probleme untersuchen und Lösungsansätze vor einer Fachjury und gegnerischen Mannschaften präsentieren. In einem Streitgespräch versuchten die Gegner Schwachstellen, Probleme oder nicht bedachte Komponenten auszuloten. Auch dies brachte Punkte. „Das macht diesen Wettbewerb so spannend, denn neben Fachwissen werden Sprach- und Präsentationsfähigkeiten gebraucht. Wenn du ein toller Theoriecrack bist, aber nicht überzeugend vortragen kannst, bringt dir all dein Wissen nichts“ erklärte Auguste.

Die 17-Jährige berichtete begeistert von der Reise und dem Aufenthalt in Singapur: „Diese Physic Fights sind pures Adrenalin, aber mir machen sie auch riesig Spaß, besonders wenn ich merke, dass die Präsentation wie am Schnürchen läuft oder ich die richtigen Fragen stelle.“

Das schönste Erlebnis war für sie die Eröffnungsfeier. Es sei ein bisschen wie bei den Olympischen Spielen gewesen: Schüler aus der ganzen Welt waren da, die die Physik verbindet. Ob die Gymnasiastin nächstes Jahr wieder antritt, weiß sie nicht. Die Turniere seien zeitaufwendig. Und 2018 will Auguste Abitur machen – und dann vielleicht Physik studieren. (Text SWP)