10.07.2017

Regionale Startups schließen sich in „Startup-Region Ulm“ zusammen

Startup-Region Ulm - das ist der Name einer neuen IHK-Initiative. Die IHK Ulm hat sich dabei zum Ziel gesetzt, die Vernetzung und die Weiterentwicklung von Startups aus der Region Ulm/Alb-Donau/Biberach und näherer Umgebung zu fördern. Der Startschuss hierfür erfolgte am 10. Juli beim Startup-Unternehmen SOVIT GmbH in Ulm-Lehr.

„Funktionierende Startup-Ökosysteme sind zu einem wichtigen Faktor für Wirtschaftswachstum und Innovationen geworden. Deshalb haben wir unser großes Engagement im Bereich der Gründerberatung und -begleitung nun um eine Initiative für Startups erweitert“, erläutert Jonas Pürckhauer, Mitglied der Geschäftsleitung der IHK Ulm, die Motivation zu diesem neuen Schritt. Dabei sei der IHK klar gewesen, dass der politische Wille allein nicht zum Erfolg führen wird. Daher habe man die Ausrichtung der „Startup-Region Ulm“ in mehreren Treffen gemeinsam mit regionalen Startups entwickelt, die der IHK aus zahlreichen Beratungen bekannt waren. Diese Startups sind es auch, die sich zu den 15 Firmen und Geschäftsideen zählen dürfen, die Mitglieder der ersten Stunde stellen und nun beim offiziellen Startschuss zur IHK-Initiative „Startup-Region Ulm“ beteiligt waren.

Startups aus allen Kreisen und verschiedenen Branchen beteiligt
Eines dieser Mitglieder ist Alexander Reiber, Geschäftsführer der SOVIT GmbH aus Ulm-Lehr. In seinem Haus fand auch der öffentliche Startschuss der „Startup-Region Ulm“ statt. Der Lebensmittelhändler mit natürlichen Power Drinks ohne Zusätze konnte dabei auf eine beeindruckende Wachstumskurve des Unternehmens verweisen. So wurde SOVIT erst 2015 gegründet, verzeichnet aber bereits jetzt über eine Millionen Euro Umsatz. Enorm gewachsen ist in den letzten Jahren auch ein weiteres Startup - die 2014 gegründete BOS Balance of Storage Systems AG aus Illerkirchberg. Ihr Gründungsmitglied, Thomas Kündiger, stand beim Startschuss der „Startup-Region Um“ nicht nur repräsentativ für den Alb-Donau-Kreis, sondern auch für das so oft bei Startups im Fokus stehende Thema Nachhaltigkeit. Denn das Kernprodukt der BOS-AG sind hybride Speichersysteme, welche die Vorteile von Lithium- und Bleiakkumulatoren kombinieren und beide Akkumulatoren intelligent steuern. Die Zielmärkte befinden sich dabei weltweit, vielfach auch in semi-urbanen Gebieten mit beschränktem oder unzureichendem Zugriff auf moderne Energieversorgung.

Natürlich sind bei der „Startup-Region Ulm“ auch zahlreiche Startups aus dem Bereich IT/Software dabei. So stellte der Biberacher Axel Fischer mit seiner Firma Pointslook GmbH ein digitales Bonuspunktesystem zur Kundenbindung und Neukundengewinnung vor. Mit Reiner Taglang kam zudem ein Mitglied der ersten Stunde zu Wort, dessen geplante Firma Day4Solutions an einer neuen Software zur Ressourcenplanung in Unternehmen (ERP-Software) arbeitet, sich derzeit aber noch in der Vorgründungsphase befindet. Zudem steht Taglang auch für die verschwimmenden Grenzen in und um Ulm. Denn bei der IHK Ulm in Beratung, gelangte Day4Solutions zur TFU, dem Startup- und Innovationszentrum der Region Ulm/Neu-Ulm, und hat dort seit einigen Wochen ein Büro im GründerZentrum bezogen. „Dieses Beispiel zeigt damit auch auf, dass es innerhalb des Startup-Ökosystems natürlich auch noch andere, wichtige Partner gibt, mit denen wir als Initiative selbstverständlich kooperieren und eng zusammenarbeiten werden“, sagt Pürckhauer.

Wie geht es weiter?

Zudem soll es auch keinesfalls bei der derzeitigen Mitgliederzahl bleiben. Vielmehr steht die Initiative auch anderen Startups offen. Letztlich stünden bereits jetzt zahlreiche weitere Startups auf einer Liste, die nun auch Teil der „Startup-Region Ulm“ werden sollen. Hierfür ist am 26. Juli ein Treffen für Neumitglieder geplant.

Bereits am 14. Juli wird die Initiative mit einigen Mitgliedern auf dem Startup-Gipfel Baden-Württemberg vertreten sein. Ab September ist dann je Monat mindestens eine Veranstaltung oder ein Treffen mit Firmenbesuchen, Fachvorträgen oder Expertengesprächen angesetzt. Fast immer mit eingeplant sind dabei Pitches. Hier geht es darum, innerhalb kürzester Zeit einen zusammenfassenden und informativen Überblick über die Geschäftsidee bzw. das Startup zu präsentieren. Dies ist somit ein hervorragendes Training, um im Geschäftsalltag Kunden und Investoren zu gewinnen.


Alle Termine sind auch auf der Homepage der „Startup-Region Ulm“ (www.startup-region-ulm.de) aufgelistet. Hier sind auch Profile der Mitglieder und weitere Informationen zu finden. Die Homepage soll zudem in den nächsten Monaten weiterentwickelt werden. „Für uns ist der Startschuss zur IHK-Initiative Startup-Region Ulm selbst wie ein kleines Startup. Wir hatten eine gute Geschäftsidee und versuchen diese nun zum Erfolg zu führen. Dabei müssen wir nicht selten Wege gehen, die viel Einfallsreichtum erfordern und auch sicherlich noch nicht zu Ende gegangen sind“, sagt Artur Nägele, Leiter des StarterCenters der IHK Ulm. Zusammen mit Michael Reichert, ebenfalls vom StartCenter der IHK, betreut Nägele die Initiative.