01.03.2018

Regionalsiege „Jugend forscht“ und „Schüler experimentieren“ vergeben

Unter 51 Projekten, von 100 Kindern und Jugendlichen erstellt, hatte die fachkundige Jury des Regionalwettbewerbs „Jugend forscht“ der Innovationsregion Ulm die Qual der Wahl. Sie kürte elf Regionalsieger-Teams und vergab zusätzlich noch zahlreiche Sonderpreise.

Herzlichen Glückwunsch den elf Regionalsieger-Teams, die nun anden Landeswettbewerben in Stuttgart und Balingen teilnehmen werden. Foto: Innovationsregion Ulm/Armin Buhl

Die Innovationsregion Ulm organisiert und finanziert den Regionalwettbewerb seit nunmehr 15 Jahren. Ihr erster Vorsitzender Thorsten Freudenberger, Landrat des Landkreises Neu-Ulm, zeigte sich beim Rundgang und bei der Preisübergabe beeindruckt von der Vielfalt der Forschungsprojekte. In seiner Festrede dankte er allen Beteiligten – den Jugendlichen, deren Betreuungslehrkräften, Schulen, Eltern sowie Wettbewerbsleiter Fabian Holzwarth und der Jury – für ihren Einsatz.

Bei der öffentlichen Ausstellung ihrer Wettbewerbsprojekte hatten die Jugendlichen am Mittwoch, 28. Februar, Gelegenheit, ihre Forschungsarbeiten in der Donauhalle zu präsentieren. In der anschließenden Feierstunde wurden die Preise an die insgesamt elf Regionalsieger-Teams und viele weitere Preisträger übergeben.

Samuel Bisle (10), Raphael Burger (11) und Hugo Gruhn (11) vom Albert-Einstein-‚Gymnasium Ulm-Wiblingen waren den „Saugnäpfen auf der Spur“ und erzielten damit den ersten Platz im Fachgebiet Arbeitswelt in der Sparte „Schüler experimentieren“. Bei „Jugend forscht“ belegten Christopher Schimpf (16), Fernando Big (16) und Michael Krepart (16) den ersten Platz. Das Trio hatte es sich zur Aufgabe gemacht, „Ferkelimpfung leichter für den Landwirt und schonend fürs Tier“ zu machen und dafür einen druckluft- und sensorgesteuerten Impfstand entwickelt und gebaut.

Im Fachgebiet Biologie waren ebenfalls Schüler des Albert-Einstein-Gymnasiums Ulm in der Sparte „Schüler experimentieren“ erfolgreich. Regionalsieger wurden Justin Helmle (11) und Johanna Hegele (11). Im Projekt „Fingerabrücke“ wollten sie herausfinden, ob Fingerabdrücke etwas über die Person, von der sie stammen, aussagen und ob es z.B. Gemeinsamkeiten bei Verwandten gibt.

Luca Braunger (16), Annika Hegyi (16) und Tim Pfeifer (16) vom Pestalozzi-Gymnasium Biberach siegten in der Sparte „Jugend forscht“ mit ihrer Forschungsarbeit zu Sarcinaxanthin, einem Stoff gegen Radikale.

Benno Hölz (18) vom Schülerforschungszentrum Ochsenhausen beschäftigt sich im Fachgebiet Geo- und Raumwissenschaften nun schon im dritten Jahr damit, den Zusammenhang zwischen Abendrot und Wetter durch wissenschaftliche Messverfahren zu untersuchen. Die Weiterentwicklung seines Projektes „Abendrot – Gutwetterbot?“ wurde von der Jury mit einem ersten Platz belohnt.

Den dritten Regionalsieg für das Albert-Einstein-Gymnasium Ulm  gab es im Fachgebiet Mathematik/Informatik in der Sparte „Schüler experimentieren“: David Hamberger (14), Julius Hamich (14) und Dominik Dreiheller (14) befassten sich in ihrem Projekt „MathEimatik – Modellierung mit Eikurven“ mit den Umrisskurven von verschiedenen Eiern.

Das Robert-Bosch-Gymnasium Langenau stellt gleich zwei Regionalsieger im Fachgebiet Physik: Bei „Schüler experimentieren“ untersuchte Markus Baier (14) in seiner Forschungsarbeit „the weight of time“ das Gewicht einer Sanduhr im ruhenden und im fließenden Zustand.Toni Beuthan (16), frischgebackener deutscher Physik-Vizemeister, bringt durch Ultraschall kleine Styropor-Kugeln zum Schweben. Seine Arbeit „Schweben durch Töne“ brachte ihm den Regionalsieg in der Sparte „Jugend forscht“. Beide Schüler sind auch am Schülerforschungszentrum in Ulm aktiv.

Im Fachgebiet Technik waren Jan-Patrick Otto (14), Luca Jonski (13) und Paul Nachtigall (13) vom Schülerforschungszentrum Bad Saulgau in der Sparte „Schüler experimentieren“ erfolgreich. Sie entwickelten das Projekt „Solar-Drive-Fridge 2.0 (SDF2.0) weiter, einen sonnenbetriebenen fahrbaren Kühlschrank für den Einsatz in Gebieten mit schwacher Infrastruktur.

In der Sparte „Jugend forscht“ überzeugte Niklas Remiger (18) vom Schülerforschungszentrum Ochsenhausen die Jury mit seinem ESL – Elektronisch stabilisierten Longboard, einem handlichen Fortbewegungsmittel, das auch mal in Bus oder Bahn mitgenommen werden und als First- oder Last-Mile-Gefährt einen sinnvollen Beitrag zur E-Mobilität leisten kann.

Den Regionalsieg für das beste interdisziplinäre Projekt sicherten sich Claudius Kienle (18) und Vincent Cui (17), die am Schülerforschungszentrum Bad Saulgau die App „Alarm für Schulsanitäter“ entwickelten.

Die Regionalsieger reisen nun zu den Landeswettbewerben „Jugend forscht“ in Stuttgart und „Schüler experimentieren“ in Balingen und haben dort in der Sparte „Jugend forscht“ die Möglichkeit, sich für den Bundeswettbewerb (24. – 27. Mai 2018) in Darmstadt zu qualifizieren.

 

Schulpreise

Im Rahmen der Feierstunde wurden auch Schulpreise verliehen. Das Albert-Einstein-Gymnasium Ulm-Wiblingen, die Robert-Bosch-Schule Ulm, das Robert-Bosch-Gymnasium Langenau sowie das Wieland-Gymnasium Biberach und das Gymnasium Ochsenhausen hatten die meisten Schülerinnen und Schüler für „Jugend forscht“ begeistert und wurden dafür von Martina Doleghs, Mitglied der Geschäftsleitung der IHK Ulm,  mit dem IHK-Schulpreis ausgezeichnet.

 

Betreuerpreis

Martin Trick, Lehrer am Gymnasium Ochsenhausen und Leiter der SFZ-Initiative Ochsenhausen, wurde mit dem Sonderpreis für engagierte Talentförderer geehrt.

 

Die weiteren Preisträger:

 

Zweiter Preis:

Arbeitswelt/Jugend forscht: Jan Hauke (14), Tom Lowag (15) und Raphael Ziemowski (15), Schubart-Gymnasium Ulm

Biologie/Schüler experimentieren: Clemens Weggenmann (13) und Lena Voigt (12), Albert-Einstein-Gymnasium Ulm-Wiblingen

Biologie/Jugend forscht: Miriam Julia Rengel (16), Schülerforschungszentrum Bad Saulgau

Chemie/Schüler experimentieren: Carina Braig (12) und Ellen Grundl (12), Wieland-Gymnasium Biberach

Chemie/Jugend forscht: Linus Heine (15), Pestalozzi-Gymnasium Biberach sowie Luca Streitlein (15), Florian Späth (16) und Jesse Kuhn (16), Wieland-Gymnasium Biberach

Geo- und Raumwissenschaften/Schüler experimentieren: Laura Maria Blersch (15), Heike Sauter (14) und Hanna Huckle (13), Franz-von-Sales-Realschule Obermarchtal und Geschwister-Scholl-Realschule Riedlingen

Mathematik/Informatik/Jugend forscht: René Müller (18), Robert-Bosch-Schule Ulm

Physik/Schüler experimentieren: Henrik Joseph Schreiner (12), Gymnasium Ochsenhausen

Physik/Jugend forscht: Fabian Henn (15) sowie Fabio Briem (16), beide Robert-Bosch-Gymnasium Langenau/Schülerforschungszentrum Ulm

Technik/Schüler experimentieren: Leon Franke (14) und Max Rieger (13), Schülerforschungszentrum Ochsenhausen

Technik/Jugend forscht: Marc Auberer (18), Roman Hauel (17), Schülerforschungszentrum Ochsenhausen sowie Luis Moser (18), Robert-Bosch-Schule Ulm

 

Dritter Preis:

Biologie/Schüler experimentieren: Janina Pfohmann (12) und Stefania Malinova (13), Schülerforschungszentrum Ochsenhausen

Biologie/Jugend forscht: Laura Mayer (17), Schubart-Gymnasium Ulm

Chemie/Schüler experimentieren: Magnus Völk (12), Hjordis Jans (11), Keno Niemann (12), Albert-Einstein-Gymnasium Ulm

Geo- und Raumwissenschaften/Jugend forscht: Claudius Kienle (18) und Vincent Cui (17), Schülerforschungszentrum Bad Saulgau

Mathematik/Informatik/Jugend forscht: Jan Wehrheim (16), Sebastian Sutor (15), Robert-Bosch-Schule Ulm/Schülerforschungszenturm Ulm

Technik/Schüler experimentieren: Fabian Rast (13) und Benjamin Bodenmüller (13), Schülerforschungszentrum Ochsenhausen

Technik/Jugend forscht: Marcel Otto (18), Robert-Bosch-Schule Ulm

 

Sonderpreise:

Erneuerbare Energien: Luca Streitlein, Florian Späth und Jesse Kuhn, Wieland-Gymnasium Biberach

Nachwuchs-Innovationspreis 2018: Jan-Patrick Otto und Luca Jonski, Schülerforschungszentrum Bad Saulgau

plusMINT Sonderpreis für interdiszipliäre Projekte: Laura Maria Blersch, Heike Sauter und Hanna Huckle, Franz-von-Sales-Realschule Obermarchtal und Geschwister-Scholl-Realschule Riedlingen

Qualitätssicherung durch zerstörungsfreie Prüfung: Samuel Mayer und Maximilian Mack, Gymnasium Ochsenhausen

Preis des Umweltministeriums Baden-Württemberg: Linus Heinze, Pestalozzi-Gymnasium Biberach

Umwelttechnik: Henrik Joseph Schreiber, Gymnasium Ochsenhausen

Umwelttechnik: Katrin Herold (19), Marcel Schneid (18) und Noah Mauritius (18), Robert-Bosch-Schule Ulm

Uhlmann-Preis PharmaPackaging: Toni Beuthan (16), Robert-Bosch-Gymnasium Lagenau/Schülerforschungszentrum Ulm

Wieland-Preis Technik: Timm Kratz, Benno Hölz, Tobias Farger, Schülerforschungszentrum Ochsenhausen

Hier geht es zu weiteren Informationen (Siegerliste, Bildergalerie, Videos) über den Regionalwettbewerb 2018.