04.01.2018

Starker Arbeitsmarkt im Winter

Zum Jahresende präsentiert sich der regionale Arbeitsmarkt nach wie vor in guter Verfassung. Saisonal nimmt die Arbeitslosigkeit im Dezember eigentlich eher zu. In Ulm ist die Zahl der Menschen ohne Beschäftigung jedoch nochmal um elf auf 7360 gesunken. Im Kreis Neu-Ulm stieg die Arbeitslosenzahl nur leicht an, die Quote bleibt unverändert bei 2,0 Prozent.

Die Zahl der Arbeitslosen ist im Agenturbezirk Ulm leicht gesunken. Im letzten Monat des Jahres waren 7 360 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet. Das entspricht einem Rückgang zum Vormonat um elf Personen. „Das ist eine erfreuliche Entwicklung. Für gewöhnlich steigt die Arbeitslosigkeit zum Jahresende hin an. Das spricht für einen weiterhin guten und stabilen Arbeitsmarkt in der Region“, berichtet Mathias Auch, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Ulm. Dafür spricht auch die Arbeitslosenquote, die mit 2,5 Prozent zum Vormonat unverändert blieb. „Die Ausläufer des Herbstaufschwungs haben dieses Jahr bis in den Dezember hineingereicht“, fährt Auch fort. Die gute Entwicklung des Arbeitsmarktes verdeutlicht sich im Vorjahresvergleich. Im Dezember 2016 waren 8 630 Frauen und Männer arbeitslos, was einer Quote von 3,0 Prozent entsprach.

Der Blick auf den Stellenmarkt zeigt eine hohe Arbeitskräftenachfrage zum Jahresende. Regionale Arbeitgeber meldeten 1 680 neue Stellen, der Bestand wuchs auf 5 930 offene Angebote an.

Agenturbezirk Ulm im Landesvergleich

Im Bezirk der Agentur für Arbeit Ulm blieb die Arbeitslosenquote im Dezember mit 2,5 Prozent zum Vormonat unverändert. Vor einem Jahr lag die Arbeitslosenquote in der Donau-Iller-Region bei 3,0 Prozent. In Baden-Württemberg blieb die durchschnittliche Arbeitslosenquote mit 3,2 Prozent ebenfalls unverändert. Zum Vorjahr sind es im Land 0,4 Prozentpunkte weniger.

Die Kreise im Agenturbezirk Ulm

Alb-Donau-Kreis. 2 620 Menschen waren im Dezember arbeitslos und über die Agentur für Arbeit und das Jobcenter auf der Suche nach einer neuen Arbeitsstelle. Das sind rund 30 Menschen mehr als vor vier Wochen. Auf die Arbeitslosenquote im Landkreis Alb-Donau wirkte sich der geringe Anstieg nicht aus. Sie blieb mit 2,3 Prozent stabil. Im Vergleich zum Vorjahr ging die Arbeitslosigkeit um 560 Personen, die Quote um 0,6 Prozentpunkte zurück.

Ulm. Im Stadtgebiet Ulm waren 2 310 arbeitslose Menschen über die Arbeitsagentur (1 060) und das Jobcenter (1 250) auf der Suche nach einer neuen Arbeitsstelle. Zum November sind das knapp 50 Frauen und Männer weniger. Zum Vorjahresmonat nahm die Zahl der Arbeitslosen um 340 ab. Die Arbeitslosenquote sank im Dezember um 0,1 Prozentpunkte auf 3,3 Prozent. „Damit liegt Ulm nur noch hauchdünn über dem Landesschnitt“, so Mathias Auch. Zum Vorjahr sank die Quote im Stadtgebiet um 0,6 Prozentpunkte.

Landkreis Neu-Ulm: Arbeitslosenquote erneut bei 2,1 Prozent

Normalerweise melden sich im Monat Dezember viele Erwerbstätige aus saisonalen Gründen arbeitslos. Aber in diesem Monat stieg die Arbeitslosigkeit, aufgrund der guten Witterungsverhältnisse nicht. Aktuell waren im Landkreis 2.063 Personen arbeitslos gemeldet, 2 mehr als im Monat zuvor.
„Erfreulicherweise hatten wir im Dezember im Landkreis, wie bereits im Vormonat eine spitzenmäßige Arbeitslosenquote von 2,1 Prozent. Damit haben wir auch im Dezember 2017 wieder einen Rekord zu vermelden. So niedrig war die Arbeitslosigkeit im Dezember seit mindestens 30 Jahren nicht“ freut sich Richard Paul, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Donauwörth und zuständig für den Landkreis Neu-Ulm. Im Vorjahr lag die Arbeitslosenquote im Dezember noch bei 2,3 Prozent.

Im Dezember 2017 gab es 1.721 offene Stellen zur Besetzung (plus 60 zum Vormonat). Neu wurden in diesem Monat 414 Stellen gemeldet, 25 mehr als im November.  „Ich beobachte aber auch, dass viele Arbeitgeber mehr Teilzeitstellen anbieten und auch besetzen, um ihren Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu ermöglichen“, so Richard Paul. Aktuell sind 221 Teilzeitstellen gemeldet. Dies ist eine Steigerung um über 25 Prozent.

Unverändert werden fast in allen Bereichen Fachkräfte oder Helfer gesucht, insbesondere in folgenden Berufen / Bereichen: Kunststoff- und Kautschukherstellung, Holz- Möbel- Innenausbauer, Metallbearbeitung, Metallbau, Schweißtechnik, Maschinenbau, Maschinen- und Anlagenführer/innen, techn. Servicekräfte,  Kraftfahrzeugtechnik, Mechatroniker, Bauelektrik, elektrische Betriebstechnik,  Elektrotechniker, Lebensmittelherstellung, Bäcker, Köche, Sanitär- Heizungs- und Klimatechniker, Anlage-, Behälter-, Apparatebauer, Informatiker, Lagerwirtschaft, Post- und Zustelldienste, Speditionskaufleute, Berufskraftfahrer (Güterverkehr), Bediener Hebeeinrichtungen, Sicherheitsfachkräfte, Reinigungskräfte,  Verkaufs-, Büro- und Sekretariatskräfte, Gastronomie, zahnmedizinische Fachkräfte, Physiotherapeuten, Altenpfleger, Friseure und Berufe in der Kinderbetreuung. 36,6 Prozent der Stellen wurden von Arbeitnehmerüberlassungsfirmen gemeldet.

Agentur für Arbeit Ulm
Arbeitsmarktbericht Dezember 2017
Arbeitsmarkt in Zahlen

Agentur für Arbeit Donauwörth
Arbeitsmarktbericht Dezember 2017
Arbeitsmarkt in Zahlen