02.03.2017

Frühjahrsstimmung am Arbeitsmarkt

Der Arbeitsmarkt zeigt sich im Februar in guter Verfassung. Die Zahl der arbeitslosen Frauen und Männer ist im Bereich der Arbeitsagentur Ulm um 250 auf 9 200 gesunken. Das führt zu einem Rückgang der Arbeitslosenquote um 0,1 Punkte auf 3,2 Prozent. Ulm hat damit wieder den besten Wert im Land. Im Landkreis Neu-Ulm sank die Arbeitslosenquote zum Vormonat ebenfalls um 0,1 Prozentpunkte und liegt somit aktuell bei 2,6 Prozent.

„Die Region ist einfach gut aufgestellt.“, sagt Alfred Szorg, Leiter der Agentur für Arbeit Ulm. „Wir haben einerseits die niedrigste Arbeitslosenquote in einem Februar überhaupt wie auch den höchsten Bestand an zu besetzenden Arbeitsstellen.“ Allein im Februar hatte die Agentur für Arbeit mehr als 1 700 Vermittlungsaufträge aus den Unternehmen des Bezirks erhalten. Über 5 000 Arbeitsplätze sind zu besetzen.

Ein weiteres Indiz für den stabilen Markt sieht Szorg darin, dass etwa fünf Prozent weniger Menschen ihren Arbeitsplatz verloren haben als im Februar des Vorjahres. „Bei guter Konjunktur und voller Auslastung der Produktionskapazitäten werden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eher gehalten“, so der Agenturleiter. Allerdings ist auch ein geringer Rückgang bei den Abmeldungen von Arbeitslosen in eine Erwerbstätigkeit zu verzeichnen.

 

Agenturbezirk Ulm im Landesvergleich

Im Bezirk der Agentur für Arbeit Ulm sank die Arbeitslosenquote um 0,1 auf 3,2 Prozent. Das ist gemeinsam mit dem Bezirk Rottweil-Villingen-Schwenningen die niedrigste Quote im Land. Zum Vorjahr ging die Ulmer Quote ebenfalls um 0,1 Punkte zurück. Der Blick auf Baden-Württemberg zeigt eine durchschnittliche Arbeitslosenquote von 3,8 Prozent. Das sind 0,1 Prozentpunkte weniger als im Januar und 0,2 weniger als im Vorjahr.

Alb-Donau-Kreis. Im Landkreis Alb-Donau sank die Arbeitslosenquote um 0,1 auf 3,2 Prozent. 3 420 Menschen waren im Februar arbeitslos und über die Agentur für Arbeit und das Jobcenter auf der Suche nach einer neuen Arbeitsstelle. Das sind 1,3 Prozent weniger als im Januar. Im Vorjahresvergleich hat die Arbeitslosigkeit um 1,3 Prozent zugenommen. Betrachtet man die Vorjahreswerte der letzten drei Monate, nimmt die Arbeitslosigkeit im Kreisgebiet ab. „Der Trend stimmt. Geht es so weiter, fällt die Arbeitslosigkeit auch im Alb-Donau-Kreis in Kürze wieder unter den Vorjahreswert“, berichtet Szorg.

Ulm. Im Stadtgebiet Ulm waren 2 850 Menschen über die Arbeitsagentur (1 320) und das Jobcenter (1 520) auf der Suche nach einer neuen Arbeitsstelle. Zum Januar macht das einen Rückgang der Arbeitslosigkeit um 2,7 Prozent aus. . Nimmt man den Februar im Vorjahr zum Vergleich, ist die Arbeitslosigkeit mit 7,1 Prozent deutlich zurückgegangen. Das zeigt auch der Blick auf die Arbeitslosenquote. Sie liegt im Berichtsmonat bei 4,2 Prozent. Das sind 0,1 Punkte weniger als zu Jahresbeginn und 0,4 Prozentpunkten weniger als im Vorjahresmonat.

 

Landkreis Neu-Ulm: Quote sinkt auf 2,6 Prozent

Im Landkreis Neu-Ulm sank die Arbeitslosenquote zum Vormonat um 0,1 Prozentpunkte auf 2,6 Prozent, vor einem Jahr lag sie bei 2,9 Prozent. 2.511 Arbeitslose waren zum Stichtag gemeldet (minus 90 zum Vormonat, minus 284 zum Vorjahr). Zur Besetzung stellten Arbeitgeber insgesamt 1.509 offene Stellen zur Verfügung (26 mehr als im Vormonat). „Die Anzahl der Arbeitslosen ging im Februar kaum zurück, da aufgrund der kalten Witterung in den Außenberufen noch nicht gearbeitet werden kann. Die Rückrufaktionen der Betriebe im Baugewerbe, in der Landwirtschaft, Gartenbau und Tourismus erfolgen erwartungsgemäß erst in den nächsten Wochen. Andererseits ist die Anzahl der gemeldeten Stellen sehr hoch. Im Vergleich zum Vorjahresmonat meldeten die Firmen vom Landkreis Neu-Ulm 151 Stellen mehr und sie suchen vor allem Fachpersonal um ihre Aufträge erledigen zu können. Diese sind immer schwieriger zu finden“, erläutert Werner Möritz, Geschäftsführer operativ der Agentur für Arbeit Donauwörth, die aktuelle Lage am Arbeitsmarkt. „Fast 180 Personen aus der Region besuchen momentan Weiterbildungskurse, die von uns finanziert sind. Sehr wichtig ist aber auch, dass die Firmen unsere Unterstützungsmöglichkeiten nutzen, um ihre eigene Mitarbeiter zu Fachkräften weiterzubilden. Es können Lehrgangskosten und auch Lohnkostenzuschuss unter bestimmte Voraussetzungen gewährt werden. Es lohnt sich auf jeden Fall, Kontakt mit der Arbeitsagentur in Neu-Ulm und Illertissen aufzunehmen“, wirbt Möritz um den Fachkräftemangel entgegenzuwirken.

 

Agentur für Arbeit Ulm
Arbeitsmarktbericht Februar 2017
Arbeitsmarkt in Zahlen

Agentur für Arbeit Donauwörth
Arbeitsmarktbericht Februar 2017
Arbeitsmarkt in Zahlen