20.10.2016

Landkreis Neu-Ulm: Sehr gute konjunkturelle Lage

Die regionale Wirtschaft im Landkreis Neu-Ulm freut sich auch im Herbst 2016 über eine sehr gute konjunkturelle Lage. Das ist das erfreuliche Ergebnis der aktuellen IHK-Konjunkturumfrage.

Obwohl verschiedene Ereignisse wie Brexit, Terrorgefahr und Uneinigkeiten in der EU die Rahmenbedingungen für die wirtschaftliche Entwicklung erschwert haben, zeigt sich die Konjunktur davon noch weitestgehend unbeeindruckt. Die Prognosen für die nächsten Monate sind zwar etwas zurückhaltender, aber noch immer auf einem sehr guten Niveau.

Inlandsnachfrage stützt die Konjunktur

Erneut beurteilt über die Hälfte der Unternehmen die aktuelle Lage als gut. Gestützt wird diese Entwicklung vor allen von einer nochmals angestiegenen Inlandsnachfrage. 43 Prozent der Unternehmen berichten von einem Auftragsplus auf dem Binnenmarkt. Auf den Auslandsmärkten haben gerade die europäischen Märkte aber zum Teil auch Nordamerika etwas an Dynamik verloren, konnten aber insgesamt durch andere Auslandsmärkte ausgeglichen werden. Die gute Auftragslage schlägt sich auch in der Auslastung nieder. 42 Prozent der Unternehmen gaben an voll ausgelastet zu sein. „Die Auftragssituation für ist sehr komfortabel und unsere Unternehmen haben gut zu tun. Die schwieriger werdenden wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen hatten auf unsere regionale Wirtschaft in den letzten Monaten noch keinen Effekt“ freut sich Gerd Stiefel, Vorsitzender der IHK-Regionalversammlung Neu-Ulm.

Eine negative Entwicklung ist (noch) nicht in Sicht

Die  Erwartungen für die nächsten Monate sind immer noch optimistisch aber etwas zurückhaltender als im Frühjahr. Die Einschätzungen deuten auf eine gleichbleibend gute Entwicklung mit nur geringen zusätzlichen Wachstumsimpulsen hin, nur noch 13 Prozent erwarten eine weitere Steigerung der Auslastung. Die Investitions- und Beschäftigungspläne sind etwas vorsichtiger als zur Vorumfrage. Auch wenn immer noch ein Fünftel der Unternehmen mehr investieren will als zuvor, werden vor allen Ersatzbeschaffungen als Grund genannt. „Langfristige Planungen offenbaren, dass es doch auch Unsicherheiten gibt, ob das konjunkturelle Hochplateau noch über die nahe Zukunft hinaus Bestand hat. Es bleibt abzuwarten, wie sich Themen wie Brexit, die zunehmende Terrorgefahr usw. auf die zukünftige Entwicklung auswirken“ gibt  Werner Knittel, Vizepräsident der IHK-Regionalversammlung Neu-Ulm zu Bedenken.

Eine Übersicht über die Konjunktur in Schwaben mit Analysen nach Branchen findet sich im Internet unter www.schwaben.ihk.de, Nummer 3502106. Hier bietet die IHK Schwaben den Konjunkturindex als interaktive Grafik an, bei der Elemente variabel ein- und ausgeschaltet und einzelne Ausschnitte vergrößert werden können.

Diagramme