07.11.2016

Festival der privaten Theater

Es ist schon als kleine Sensation zu werten, dass nach großen Städten wie Stuttgart, Heidelberg, Karlsruhe, Ravensburg und Freiburg dieses Jahr mit Blaustein im Alb-Donau-Kreis erstmals eine Gemeinde in der sogenannten „Provinz“ Veranstaltungsort der Baden-Württembergischen Privattheatertage (vom 11. bis 27. November) sein wird. Der Leiter der Herrlinger Theaterei, Wolfgang Schukraft, hat die Chance bekommen, das Festival zu organisieren, und er hat diese auch sehr gern ergriffen. Nicht nur, aber auch weil dieses Spektakulum sehr gut in das Jubiläumsjahr seines Privattheaters passt.

Die Theaterei war von Schukraft im Januar 1986 gegründet worden und feiert so 2016 mit einem abwechslungsreichen Programm ihr 30-jähriges Bestehen. In dieser Zeit hat sich die Theaterei mit ihren bislang 150 Inszenierungen als eine weit über die Region hinaus bekannte und geschätzte Kulturinstitution etablieren können. Für das Festival im November stehen vier Spielstätten zur Verfügung: die Theaterei in Herrlingen mit rund 100 Plätzen, das (gut beheizte) Theaterei-Zelt, die Blautalhalle in Blaustein, die Realschule Blaustein und das Feuerwehrhaus Blaustein.

Festivalstart mit Pauken und Trompeten

Wolfgang Schukraft hat seine Kollegen bei den baden-württembergischen Bühnen in freier Trägerschaft eingeladen, 14 haben zugesagt und ein attraktives Programm für das Festival zusammengestellt. Für den schwungvollen Auftakt am 11. November hat sich der Theaterei-Prinzipal etwas Besonderes vorgenommen: Nicht mit Reden, sondern mit Pauken und Trompeten soll das Festival starten – ganz so, wie es sich für ein außergewöhnliches kulturelles Ereignis gehört. Musiker werden die Gäste der Gala mit einem bunten Blumenstrauß von Melodien unterhalten und ein Programm bieten, das so vielfältig ist wie der Spielplan des gesamten Festivals. Aber es gibt nicht nur Musik an diesem Eröffnungsabend. Walter Frei, Celia Endlicher, Marion Weidenfeld und Wolfgang Schukraft, alles Ensemblemitglieder der Theaterei Herrlingen, werden mit einschlägigen Texten zu einem vergnüglichen Spaziergang durch die Theatergeschichte einladen und sich dabei nicht scheuen, auch Lästermäuler, Theaterverhunzer und Spaßmacher zu Wort kommen zu lassen.

 

Programm