09.03.2017

Vom Forschen, Lehren und Heilen!

Ende Februar hat die Universität Ulm ihren 50. Gründungstag gefeiert. Von der Bürgerschaft erkämpft und 1967 als jüngste Universität Baden-Württembergs gegründet, hat sie sich laut internationalen Rankings zu einer der besten jungen Universitäten in Deutschland entwickelt. Eine eigens zu diesem Anlass angefertigte Ausstellung gibt nun Einblicke in die Gründungsgeschichte und die erfolgreiche Entwicklung dieser Hochschule. Zu sehen ist die Ausstellung bis zum 17. Mai im Foyer der Sparkasse Ulm in der Neuen Mitte.

Wege der Gründung: Zahlreiche Schautafeln widmen sich der Gründungsgeschichte. (Foto: Elvira Eberhardt / Uni Ulm)

Frei nach dem Motto der Universitätsgründer „Sciendo, Docendo, Curando“ – und dem damit verbundenen Auftrag zu forschen, zu lehren und zu heilen – widmen sich die Ausstellungsmacher nicht nur den historischen Ereignissen rund um das Gründungsgeschehen, sondern geben dem Betrachter auch Einblicke in die facettenreiche Forschungstätigkeit der Uni. Von der Medizin über die Naturwissenschaften zur Technik sowie von der Grundlagenforschung bis hinein in die alltagspraktische Anwendung.

Zahlreiche Ausstellungstafeln, Exponate sowie ein Multimediatisch mit Filmen und O-Tönen lassen dabei die Gründerjahre wieder aufleben und erinnern an den steinigen Weg, der bis zur erfolgreichen Gründung der Universität zurückgelegt werden musste. Dazu gehört die anfängliche Skepsis – auf den Punkt gebracht 1961 in den Worten des damaligen Ministerpräsidenten und späteren Bundeskanzlers Kurt Georg Kiesinger „Nie und nimmer wird Ulm Universitätsstadt!“ – aber auch die Unbeirrbarkeit und Hartnäckigkeit der Ulmer Bürger und der Gründungsinitiatoren, die trotz großer Widerstände schließlich doch noch belohnt wurde. So konnte am 25. Februar 1967 im Kornhaus die Gründung der medizinisch-naturwissenschaftlichen Hochschule Ulm gefeiert werden, die noch im gleichen Jahr den Status einer Universität erhielt. Mitte der 1980er Jahre ist es dann der erfolgreiche Auf- und Ausbau der Wissenschaft, der zugleich die Entwicklung der Region und der Universität entscheidend vorantreibt.

Meilensteine aus der Medizin
Die Ausstellung belässt es jedoch nicht bei der Entstehungsgeschichte. In Wort und Bild – mit klassischen Exponaten und multimedialen Elementen – führt sie dem Betrachter zudem wissenschaftliche Erkenntnisse der forschungsstarken Universität Ulm vor Augen. Vom „Ulmer Koffer“ bis zum „Ulmer Zelt“ werden Meilensteine aus der Medizin vorgestellt. Es gibt zudem Ausstellungsstücke aus der Batterieforschung und – im Miniaturformat – zum automatisierten Fahren. Und dass sowohl im Handy als auch in der hochmodernen medizinischen Bildgebung Grundlagenforschung aus Ulm steckt, soll ebenfalls nicht verborgen bleiben. Zu Wort kommen dabei Wissenschaftler wie Studierende – der Multimediatisch macht es möglich.

Alles in allem zeigt die Ausstellung die Entwicklung der Universität Ulm als eine Erfolgsgeschichte. Oder wie es Ernst Ludwig, der damalige Universitätsbeauftragte und spätere Oberbürgermeister der Stadt (1984 bis 1992), als Zeitzeuge im Interview zum Ausdruck bringt: „Die Entwicklung der Universität sollte vielmehr als Vorbild gesehen werden für das, was passiert, wenn alle an einem Strang ziehen.“

Die Ausstellung „50 Jahre Universität Ulm“ wird bis zum 17. Mai im Foyer der Sparkasse Ulm in der Neuen Mitte zu sehen sein und im Anschluss daran im Universitätsklinikum aufgebaut. 50 Jahre nach der Universitätsgründung sind alle Ulmer Bürger herzlich eingeladen, sich durch die Ausstellung ein Bild von ihrer Universität zu machen. Der Eintritt ist frei.